GTVRG TSUNAMI DISASTER 2004 DATABASE

German Tsunami Victims Response Group e.V. was established as a non-profit German tsunami victims organisation acting worldwide to prevent man-made disasters. Anyone can contribute. Donate and help our association. Account for Donations: IBAN: DE32 7012 0400 7076 3160 04, BIC: DABBDEMMXXX

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Sonntag, 4. September 2016

PTWC: ALL-CLEAR FOR THE ATLANTIK

 
20. September 2007

Secretary of the U.S. Department of Commerce
Carlos M. Gutierrez
Office of the Chief Information Officer (OCIO)
Information Quality Task Force
 
The Commerce Department's Office of the Chief Information Officer is responsible for ensuring
that the Department's programs make full and appropriate use of information technology.

informationquality@doc.gov

*
NOAA
US Dept of Commerce
The NOAA Administrator
Navy Vice Admiral Conrad C. Lautenbacher, Ph.D.
Under-Secretary of the U.S. Department of Commerce
Office of Non-Communications
14th Street & Constitution Avenue, NW
Room 6217
Washington, DC 20230
Phone: (202) 482-6090
Fax: (202) 482-3154
 
answers@noaa.gov

**
NOAA
US Dept of Commerce
Pacific Tsunami Warning Center
Director
Charles McCreery, Ph.D.
91-270 Fort Weaver Rd
Ewa Beach, HI 96706-2928 USA
Phone: 1-808-689-8207

 charles.mccreery@noaa.gov

***
NOAA
Center for Tsunami Research
Pacific Marine Environmental Laboratory
Director
Eddie Bernard
 
Eddie.Bernard@noaa.gov
NOAA/PMEL/OE2
7600 Sand Point Wy NE, Seattle, WA 98115
Vasily Titov

 Vasily.Titov@noaa.gov

****
***
**
*
FROM: PTWC, Honolulu
= Correction/Berichtigung =
[Entwarnung für den Atlantik/All-Clear for the Atlantic]

Hiermit möchten wir noch auf unsere Indian Ocean Bulletins vom 12. September 2007 zurückkommen, konkret auf unsere Verwirrtheit und Ratlosigkeit im Zusammenhang damit, ob durch die sehr starken, flach gelegenen und somit höchst gefährlichen Seebeben am gleichen Tag bei Sumatra Tsunamis schließlich doch ausgelöst wurden, oder nicht.

Nach Durchforstung unserer Tagespresse, Durchsehen der CNN-Sendungen und des uns vom GTVRG e.V. aus Deutschland zugesandten Materials dortiger Tagespresse, können wir heute nun eindeutig mit wissenschaftlich begründeter Gewissheit bestätigen:

Ein Tsunami wurde tatsächlich ausgelöst.

Einzelheiten hinsichtlich seiner Ausbreitung, Höhe und Auswirkung entnehmen Sie bitte den Medien- und Augenzeugenberichten, da dies uns auch hoffnungslos überforderte.

Gleichzeitig bitten wir um Entschuldigung, dass unsere Meldungen vom 12.09.2007 auch in anderer Hinsicht unvollständig waren, sprich keine Entwarnung enthielten, die sich auf die Ost- und Golfküste der Vereinigten Staaten, bzw. den gesamten Atlantik bezogen.

Auch das möchten wir nun ergänzend nachholen und nunmehr berichtigen. Spätestens seit dem 26. Dezember 2004 genießen wir ja den weltweiten Ruf, die Gestaden des Pazifiks zu entwarnen und gleichzeitig die Küsten des Indischen Ozeans nicht zu warnen, wenn ein Mega-Seebeben im Indischen Ozean stattfindet und der entstandene riesige Tsunami die Küsten der Anrainerstaaten verheert. Unüberlegterweise haben wir aber auch damals den Atlantik völlig aus den Augen verloren, was sich nun grundlegend ändern sollte. Im Geschichtsunterricht in der Schule waren wir ebenso Nullen, wie später in Geophysik während des Studiums, aber eins haben wir im Gedächtnis behalten, nämlich das traurige Schicksal von Lissabon am 1. November 1755: ein Seebeben der Stärke 8.5 bis 9.0 vor der Küste Portugals mit folgendem Tsunami und geschätzten 30 000 bis 100 000 Todesopfern.

In dem Sinne und im Geiste unserer bewährten Bulletins gelten ab sofort folgende Regelungen bezüglich unserer Warnroutinen zum Wohle der Menschheit auf diesem Planeten:

1. Findet ein starkes und flaches Beben im Pazifischen Ozean statt, werden die Pazifikstaaten (mit Ausnahme Hawaii) nicht unbedingt sofort gewarnt. Gleichzeitig aber werden Atlantik und Indik sofort entwarnt.

2. Findet ein starkes und flaches Beben im Atlantischen Ozean statt, werden seine Küsten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht sofort gewarnt. Eine Entwarnung für Pazifik und Indik kommt aber sofort.

3. Findet ein starkes und flaches Beben im Indischen Ozean statt, werden seine Anrainerstaaten auf gar keinem Fall sofort, sondern vielleicht irgendwann – sagen wir innerhalb einer Woche – gewarnt (wie am 26. Dezember 2004 bereits durchexerziert) – wir lassen die dortigen Küstenbewohner und die Touristen einfach über die Klinge springen und verrecken. Dafür aber werden Atlantik und Pazifik umgehend entwarnt.

Konsequenterweise und auf die Seebeben vor wenigen Tagen zurückkommend, haben wir also korrektiv folgendes zu vervollständigen:

Durch die Seebeben vor der Südküste Sumatras am 12./13. September 2007 bestand und besteht nach wie vor keinerlei Gefahr für die Bevölkerung der Hafenstädte im Osten der USA wie New York, Boston usw. Übrigens auch nicht für die Küsten und Hafenstädte der Südstaaten USA (Miami, New Orleans, etc.). Verlassen Sie sich auf unsere jahrzehntelange Erfahrung und schenken Sie uns Glauben, dass ebenfalls die American Virgin Islands durch den bei Sumatra entstanden Tsunami nicht bedroht sind.

Nochmals im Klartext – Repeat: Weder eine Warnung noch ein Tsunami Red Alert noch eine Evakuierung in Bezug auf die Atlantik-und Golfküsten der USA waren und sind vorgesehen.

Please credit NOAA!!!


Lebt wohl!
Und leckt uns am Arsch!
PTWC
Honolulu

PS. Für die o.g. Ungenauigkeiten, lückenhaften Infos, fehlende Zuordnung ihrer Dringlichkeit und unsere damit zusammenhängende fahrlässige Untätigkeit sowie für die eventuell dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten: Tod, Verlust der Gliedmaßen, andere schwere Verletzung, Schmerz, Trauma und materielle Verluste jedweder Art bitten wir die Opfer und Hinterbliebene um wohlwollendes Verständnis. Da wir (wie am 26. Dezember 2004) in diesem Teil der Welt keine Busenfreunde, Bekannten, Liebhaber, Verwandten oder enge Geschäftspartner haben, fehlten uns die Telefonnummern, um die gefährdeten Leute vor Ort rechtzeitig zu benachrichtigen und zu warnen. Auch das bitten wir zu entschuldigen. Sorry!

Näheres im Forum unter:  
www.gtvrg.de

*********************************

We, the seismological brains of Honolulu,
the best and the brightest that America has to offer in our field, known for our dependable and timely bulletins and, more generally, for our unfailing competence, after straining our brain cells and after profound scientific deliberation, are now in a position to offer for the benefit of the whole planet the following watertight insight:

If there’s a seaquake in the Indian Ocean
the all-clear can be given to most coasts along the Pacific and the Atlantic.

If there’s a seaquake in the Pacific
the all-clear can be given to most coasts along the Atlantic and the Indian Ocean.

If there’s …

Should any mass-casualties have occurred due to the shoddiness of our work or our negligence …
O, damn it! Who cares!

Farewell!

God save the King and the Queen!
God save the Bishop of Canterbury!
God save the Pope!
God save the U.S. President 
together with his friends and family!
God save our Boss, the Secretary of Commerce!
God save our Supervisor, the Under Secretary of Trade 
and NOAA Administrator!
God save Bill Gates and his Microsoft!
God save our Honourable Governor of Hawaii, 
Ms. Lingle!
God save the Pentagon!
God save America first and only!
And finally, God save the PTWC in Honolulu!
To hell with the rest of the world!

Pacific Tsunami Warning Center
PTWC
Honolulu
Please credit NOAA!

***************
Das wird das letzte auf das Ereignis bezogene Bulletin sein,es sei denn es erscheint ein nächstes.
This will be the only bulletin issued for this event
unless another bulletin is envisaged.

***

Sumatra-Erdbeben vom September 2007

Sumatra-Erdbeben vom September 2007

Die Karte zeigt die drei starken Beben und die 22 Vor- und Nachbeben innerhalb von 24 Stunden.
Datum 12. September 2007
Magnitude 8.5 MW
Tiefe 30 km
Epizentrum ♁4° 31′ 12″ S, 101° 22′ 26″ OKoordinaten: 4° 31′ 12″ S, 101° 22′ 26″ O | |
Land Indonesien Indonesien
Singapur Singapur
Malaysia Malaysia
Thailand Thailand
Tote 23
Verletzte hunderte
Die Sumatra-Erdbeben vom September 2007 waren eine Reihe von Erdbeben im Sundagraben vor der Küste von Sumatra, Indonesien, von denen drei eine Magnitude hatten, die größer war als Mw = 7,0. Eine Reihe von Tsunami-Warnungen wurde für das Seegebiet ausgegeben. Durch die Erdbebenserie wurden mindestens 25 Personen getötet, 161 teilweise schwer verletzt.[1]

Erdbebenserie

Das erste Erdbeben ereignete sich am 12. September 2007 um 11:10:26 Uhr UTC (18:10:26 Uhr Ortszeit) und erreichte die Stärke Mw = 8,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala.[2] Das Hypozentrum des Bebens lag in 34 km Tiefe etwa 130 km südwestlich von Bengkulu an der Südwestküste der indonesischen Insel Sumatra, mehr als 600 km west-nordwestlich der Hauptstadt Jakarta. Dem Beben folgten verschiedene Nachbeben entlang derselben Verwerfung westlich von Sumatra, die eine Magnitude zwischen 5 und 6 erreichten.
Das zweitgrößte Beben mit der Stärke Mw = 7,9[3] ereignete sich einige Stunden später um 23:49:04 Uhr UTC (06:49:04 Ortszeit am darauffolgenden Tag). Dessen Hypozentrum lag etwa 10 km unter der Erdoberfläche, bei ♁2° 30′ 22″ S, 100° 54′ 22″ O, etwa 185 km süd-südöstlich von Padang, sowie 205 km nordwestlich von Bengkulu und damit etwa 225 km nordwestlich des ersten starken Erdbebens.
Nach weiteren Nachbeben mit einer Magnitude größer als fünf ereignete sich am 13. September um 03:35:26 Uhr UTC (10:35:26 Uhr Ortszeit) ein weiteres starkes Beben mit dem Wert Mw = 7,0.[1] Dessen Zentrum lag bei ♁2° 9′ 36″ S, 99° 51′ 4″ O, etwa 165 km süd-südwestlich von Padang und 345 km west-nordwestlich von Bengkulu, etwa 10 km unter der Oberfläche.
Die Nachbeben setzten sich auch am 13. und 14. September fort und einige davon erreichten einen Magnitudenwert Mw = 6,4. Die meisten Nachbeben lagen nordwestlich des ursprünglichen ersten sehr starken Bebens.
Im Indischen Ozean verteilte Messbojen[4] und andere seismische Instrumente veranlassten die Wissenschaftler, Warnungen vor einem Tsunami auszugeben.[5]

Auswirkungen

Die Erschütterungen des 8,5-Mw-Erdbebens dauerten mehrere Minuten an. Dadurch schwankten Gebäude in Jakarta und es wurde berichtet, dass in der Stadt Bengkulu, etwa 130 km vom Epizentrum entfernt gelegen, mehrere Gebäude einstürzten. Augenzeugen in Jakarta beschrieben die Erschütterungen als „gewaltig“.[6] Mehrere Hochhäuser wurden evakuiert.[7]
Die Erdstöße wurden auch in umliegenden Staaten gespürt, beispielsweise im Süden Thailands[8][9] und in Singapur, das etwa 670 km vom Epizentrum entfernt liegt.[10] Auf der Malaiischen Halbinsel wurden die Erschütterungen nach 19:15 Uhr Ortszeit vermerkt, unter anderem in Kuala Lumpur, Putrajaya, Johor Bahru, Malakka und Penang. Wie in Singapur und Jakarta waren die Erdstöße am ehesten in Hochhäusern spürbar, was Panik und Evakuierungen nach sich zog.[11][12]

Tsunami

Beobachtungen des Meeresspiegels ergaben, dass durch das Beben ein Tsunami ausgelöst wurde. Insgesamt wurden vier Tsunami-Warnungen innerhalb von 24 Stunden ausgerufen. Nach dem ersten, dem größten Erdbeben, hatte das Pacific Tsunami Warning Centre eine Tsunamiwarnung für den größten Teil des Indischen Ozeanes ausgegeben. Ein Tsunami, der etwa einen Meter hoch war, wurde in Padang beobachtet.[13] Ein kleinerer Tsunami mit einer Höhe von etwas über 15 cm wurde auf den Kokosinseln registriert.[14] Nach zwei Stunden wurde die Tsunami-Warnung in Sumatra widerrufen.
Tsunami-Warnungen wurden nach dem Beben auch in Indien und anderen Staaten rund um den Indischen Ozean ausgelöst. Die Regierung Indiens hatte die Bundesstaaten Tamil Nadu, Kerala und Andhra Pradesh, sowie die Unionsterritorien Andamanen und Nikobaren und Puducherry aufgefordert, äußerst wachsam zu sein.[15] Am späten Abend des 12. September wurden die Warnungen aufgehoben.[16] In ähnlicher Weise wurde um 20:50 Uhr Ortszeit auch auf der Malayischen Halbinsel für die Küstenabschnitte Perlis, Kedah, Perak und Penang Alarm ausgelöst; dieser Alarm wurde zwei Stunden später aufgehoben. Die malaysischen Behörden hatten jedoch einen Tsunami aufgezeichnet, der zwischen einem und drei Metern Höhe erreichte.[11]

Tektonische Zusammenfassung

September 2007 Sumatra quake.gif
Dem US Geological Survey zufolge wurde das Erdbeben durch die Überschiebung an der Grenze zwischen der Australischen Platte und der Sundaplatte ausgelöst.[17] Am Ort des Erdbebens vor der westlichen Küste Sumatras bewegt sich die Australische Platte relativ zur Sundaplatte mit einer Geschwindigkeit von 69 mm/Jahr nach Nordosten, schräg zur Ausrichtung der Plattengrenze. Die Plattenwegung senkrecht zur Plattengrenze verursacht die Überschiebung auf die vor der Küste liegende Platte.
Auch das Erdbeben mit der Magnitude Mw = 7,9 war ein Ergebnis einer Überschiebung an derselben Plattengrenze. Es ereignete sich etwa 225 km nordwestlich des Erdbebens mit der Magnitude 8,5 am nördlichen Ende einer Zone, in welcher sich die Nachbeben konzentrierten.[18]
Das Erdbeben mit der Magnitude Mw = 8,5 war das bis dahin stärkste Erdbeben des Jahres 2007, stärker als die beiden Sumatra-Erdbeben vom März 2007 in der Nähe und das Erdbeben in Peru 2007. Es war das zweitstärkste Beben seit dem Seebeben im Indischen Ozean 2004, das die Magnitude Mw = 9,3 erreichte und wurde in dem Zeitraum nur vom Seebeben vor Sumatra 2005 mit der MagnitudeMw = 8,6 übertroffen. Die zwei stärksten Nachbeben waren das vierte und fünfte Erdbeben, das während der letzten sieben Jahre an oder nahe an der Plattengrenze vor der Westküste Sumatras eine Magnitude Mw = 7,9 oder mehr erreichte. Die anderen Erdbeben in dieser Stärke waren am 4. Juni 2000 (Magnitude Mw = 7,9), dann das Seebeben vom 26. Dezember 2004 (Magnitude Mw = 9,3) und das Seebeben vor Sumatra vom 28. März 2005 (Magnitude Mw = 8,6).
Die beiden Erdbeben ereigneten sich am Ende des Südteils einer Zone, die schon bei dem schweren Erdbeben im Jahre 1833 auseinandergezogen wurde und sich im Süden von der Insel Enggano in nordwestlicher Richtung bis zum Norden der Insel Siberut erstreckt. Beim Seebeben im Indischen Ozean 2004 war ein Großteil des Grenzbereiches zwischen der indischen Platte und der Burma-Platte betroffen, und kurz darauf bebte am 28. März 2005 bei dem Mw-8,6-Erdbeben ein Segment der Verbindung zwischen der australischen Platte und der Sunda-Platte. Ein großer Teil des Sundagrabens zwischen den Andamanen und Eggano wurde seit dem Erdbeben vom 26. Dezember 2004, das den katastrophalen Tsunami auslöste, von einer Reihe von Erdbeben in der Subduktionszone erschüttert.

Weblinks

 Wikinews: Massive earthquake strikes Indonesia on September 12 – Nachricht
 Wikinews: Large earthquake rattles Indonesia; Seventh in two days – Nachricht
 Wikinews: Massive earthquakes strike Indonesia – Nachricht
  • USGS Earthquake Center 8.4 tracking report
  • USGS Earthquake Center 7.9 tracking report
  • USGS Earthquake Center 7.0 tracking report
  • Powerful earthquake hits Indonesia, The Daily Telegraph
  • Indonesia earthquake kills one, The Guardian
  • Quake Triggers Tsunami in Indonesia (Memento vom 14. November 2007 im Internet Archive), Associated Press
  • Indonesia calls off tsunami warning, Channel NewsAsia (CNA)
  • Tsunami alert issued after Indonesia quake: US centre, CNA
  • Singapore buildings sway after strong quake hits Indonesia, CNA

  • Significant Earthquakes of the World: 2007. United States Geological Survey (englisch)

  • Magnitude 8.5 - SOUTHERN SUMATRA, INDONESIA, USGS

  • Magnitude 7.9 - KEPULAUAN MENTAWAI REGION, INDONESIA, USGS

  • DART Buoy Station 23401 - 600 NM West-Northwest of Phuket, Thailand

  • Message indian.2007.09.13.002807 Pacific Tsunami Warning Center, NWS, NWS PTWC

  • Eyewitnesses: Sumatra earthquake, BBC News

  • BBC News: Powerful quake shakes Indonesia, 12 September 2007

  • Tsunami alert issued after Indonesia quake: US centre

  • Event 2007hear: View Map, 12 September 2007

  • Singapore buildings sway after strong quake hits Indonesia, 12 September 2007

  • 8.2 magnitude quake sparks tsunami warnings. Sun2Surf. 13. September 2007. Abgerufen am 13. September 2007.

  • Quake felt in Malaysia. The Star. 13. September 2007. Abgerufen am 13. September 2007.

  • Powerful earthquake triggers tsunami in western Indonesia, The Jakarta Post

  • Tsunami recorded at Cocos Island, Herald Sun

  • India on tsunami alert after quake near Indonesia, CNN-IBN

  • Tsunami alert withdrawn. The Hindu

  • Magnitude 8.5 - Southern Sumatra, Indonesia 
  • Diese Seite wurde zuletzt am 23. August 2015 um 00:35 Uhr geändert.
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Sumatra-Erdbeben_vom_September_2007

  • Eingestellt von Jerzy Chojnowski Chairman-GTVRG e.V. um 15:47 Keine Kommentare:
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    Freitag, 2. September 2016

    QUICK RESPONSE FARCE (QRF)

    Defence & Arms Last Updated: Nov 12, 2013 - 10:42:49 AM


    United States Army Global Quick-Response Forces
    By Air Force Times November 10, 2013
    Nov 12, 2013 - 10:32:27 AM

     
     
    Each regional Army command has created a contingency response force which can secure a U.S. Embassy or evacuate Americans.


    They can supply humanitarian aid or fight, all within 18 to 24 hours.

    Army Chief of Staff Gen. Ray Odierno last year directed the Army Service Component Commands to designate Army emergency quick-response forces that are rapidly deployable to a permissive or semi-permissive environment, said Lt. Col. Don Peters, an Army spokesman.

    That means these soldiers could be deployed to a place where the host countrys military and law enforcement are in control and able to help, or they could be called upon to respond to an attack like the one last September in Benghazi, Libya, that killed four Americans.

    They must be able to perform a variety of tasks, as needed, including site security, non-combatant evacuations, American or allied diplomatic facility security, and limited humanitarian assistance, Peters said.

    The force also must be responsive, scalable and tailorable, giving the combatant commander flexibility in case of an emergency or contingency, he said. Most of the response forces are company-size units that can be augmented or decreased.

    The directive from Odierno called for the forces to reach operating capacity by the first quarter of fiscal 2014, which is October through December.

    Here's a look at what each of the commands has done:

    Army Central

    About the area: Responsible for one of the most volatile areas of operation in the world, Army Central has long had a response force for contingencies, said Col. Frank McClary, the chief of future operations.

    ARCENT has an operational command post on Camp Arifjan, Kuwait, and about 15,000 soldiers in forward-deployed locations. Its AOR stretches from Kazakhstan to Egypt and includes Afghanistan and Iraq.

    Whos up: ARCENT identified a company within 1st Brigade Combat Team, 4th Infantry Division, for the task, McClary said.

    That force can respond within hours to any contingency, McClary said.

    Deployed to: Soldiers from 1st BCT are deployed to Camp Buehring, Kuwait, and will be completing their deployment in the next month or two, McClary said.

    Whos up next: When 1st BCT returns to Fort Carson, Colo., the contingency response force mission will be handed off to 2nd BCT, 4th Infantry Division, the brigade that is replacing 1st BCT in Kuwait, McClary said.

    We will maintain this capability as long as we have a presence forward, he said.

    What they can do: ARCENT can scale any contingency response up to the brigade level, McClary said. There also is a combat aviation brigade deployed to Kuwait, giving the force additional capability as needed, he said. The CAB currently in Kuwait is the 36th CAB, from the Texas National Guard.

    We have multiple response capability within the ARCENT footprint, he said. We can gin up a scalable force beyond the company that's designated, which gives us a unique capability in our AOR.

    So far, the contingency response force in Kuwait has been alerted but has not been deployed, McClary said.

    Army Africa

    About the area: The East Africa Response Force is prepared to respond to contingencies such as the September 2012 attack on the U.S. consulate in Benghazi, Libya, that killed four Americans, including the U.S. ambassador. The attack led to questions about why the military did not or could not send help quickly enough as the facility was being overrun.

    Recent events and the growing complexity of the security environment have demonstrated the need for [the Defense Department] to position responsive forces globally with the capability to respond to potential crises in the African region, said Air Force Lt. Col. Elizabeth Ortiz, spokeswoman for Combined Joint Task Force-Horn of Africa.

    Whos up: The force is composed mostly of soldiers from 2nd Brigade Combat Team, 1st Infantry Division, based at Camp Lemonnier, Djibouti. Officials declined to discuss specifics about the force, citing operational security.

    The EARF is a battalion-size task force made up mostly of soldiers from 2nd BCT, but the force also has Navy and Air Force personnel, Ortiz said.

    Soldiers from 2nd BCTs 1st Battalion, 63rd Armor Regiment, began deploying to Djibouti in April, Army officials have said.

    Deployed to: The EARF is designed to respond rapidly within East Africa, including Burundi, Djibouti, Eritrea, Ethiopia, Kenya, Rwanda, Somalia, Tanzania and Uganda. But the force can be sent wherever the commander deems necessary in Africa, Ortiz said.

    What they can do:

    The EARF is one of three such forces available to Gen. David Rodriguez, commanding general of U.S. Africa Command. Rodriguez also can call upon commanders in-extremis force, which was stood up last October.

    The force is based out of Fort Carson, Colo., and it rotates forces so it has elements that are constantly forward-deployed.

    AFRICOM also can call on a 500-strong Special-Purpose Marine Air-Ground Task Force Crisis Response unit thats tailored for response in northwest Africa. Their mission could include non-combatant evacuation operations and personnel recovery-related force protection.

    Army Europe

    About the area: The world is a dangerous place, to include parts of the [European Command] area of operations, and there was a gap to a requirement, said Col. Frederick Jessen, the chief of operations for U.S. Army Europe. The Army chief of staff  charged his Army service component commanders to provide a capability to fill that gap.

    The Army Contingency Response Force was stood up following guidance this spring from senior Army leaders.

    It's another unit the [combatant] commander has at his disposal if they were called upon for a small-scale contingency or to support an embassy or something along those lines, said Lt. Gen. Donald Campbell, commanding general of USAREUR.

    Whos up: The 173rd Brigade Combat Team based in Vicenza, Italy, took on the mission Oct. 1 after resetting from its recent deployment to Afghanistan, Campbell said. A company of soldiers from the 173rd stands ready.

    Jessen declined to identify the unit within the 173rd designated for the mission but said it was an infantry company.

    The contingency response force in Europe was first stood up in early summer, with soldiers from 1st Battalion, 4th Infantry Regiment, Campbell said. The battalion typically serves as the opposing force at the Joint Multinational Readiness Center in Germany.

    Whos next: Jesssen anticipates the brigade commander will rotate the mission among companies. Officials have not determined who might take over from the 173rd, but a likely candidate is the 2nd Cavalry Regiment, currently in Afghanistan.

    What they can do: The force is ready to respond within 18 hours to contingencies in Europe and Africa. The company from the 173rd is prepared to conduct full-spectrum operations, from humanitarian assistance to combat operations, Jessen said. The brigade is set for a decisive action training rotation at the JMRC in November, and the soldiers likely will focus on non-combatant evacuation operations, humanitarian assistance and fixed-site security.

    Army North

    About the area: Because of its unique homeland defense mission, Army North provides a different type of contingency response force to the commander of U.S. Northern Command.

    Whos up: Task Force 51 provides mission command to Defense Department forces conducting defense support to civil authorities, said Randy Mitchell, a spokesman for Army North.

    Deployed to: Locations in North America.

    What they can do: The force can deploy within hours. Their job is to support civil authorities and first responders to save lives, alleviate suffering and maintain public confidence, he said.

    The task force can deploy between six and 75 people, depending on the mission or disaster, Mitchell said. If needed, the initial element of Task Force 51 can deploy in six hours, and the main body can be out the door in 10 hours, said James Skidmore, a task force member.

    Elements of Task Force 51 have responded to the wildfires in California and hurricanes Ike, Gustav and Irene, Skidmore said.

    Army Pacific

    About the area: Soldiers in Hawaii and Alaska are taking on the Army's contingency response capability for the vast Pacific Command area of operations. They must be ready to support a full range of missions out here in the Pacific, everything from humanitarian assistance, disaster relief, non-combatant evacuations, to contingencies, said Brig. Gen. Peter Johnson, deputy commanding general of operations for the 25th Infantry Division.

    Whos up: At some point in time, if you're serving in the 25th Infantry Division, you will stand as part of the contingency response force, Johnson said. He declined to say which unit currently serves as the quick-response force.

    We have been preparing for this capability this whole year, Johnson said. What really enabled us to focus on the contingency response capability was our offramp from Afghanistan.

    Both of the divisions Hawaii-based brigade combat teams  2nd Stryker Brigade and 3rd BCT  were slated to deploy to Afghanistan last summer, but they were called off as the U.S. rebalanced and refocused its efforts on the Asia-Pacific region, Johnson said.

    In Alaska, under U.S. Army Alaska, a company-size element with 4th BCT, 25th Infantry, has assumed a dual response force mission, said Col. Matt McFarlane, the brigade commander.

    Whos next: The task of being on call and able to respond quickly is rotated throughout the divisions elements in Hawaii, Johnson said. The contingency response force mission likely will rotate between the two brigade combat teams, Johnson said, with each being on tap for four to six months at a time.

    We're going from a culture of preparing for a very well defined mission in Iraq or Afghanistan and a [deployment] that's a year-plus out to a culture of readiness, Johnson said.

    The Alaska force will rotate the duty throughout the brigade, McFarlane said.

    What they can do: It's scalable and tailorable for what the mission calls for, Johnson said. We can send anything out from a single element, detachment capability, all the way up to company, battalion and brigade level if needed.

    They can deploy within 24 hours, he said.

    The Alaska force can respond to contingencies in the Pacific AOR, but it also serves as the Ready Response Force-Alaska, McFarlane said. The force can respond within 18 hours.

    Army South

    About the area: U.S. Southern Command is responsible for providing contingency planning, operations and security cooperation for Central and South America and the Caribbean, said Col. Greg Julian, spokesman for the command.

    SOUTHCOM also is responsible for force protection for U.S. military resources in the area of responsibility and ensuring the defense of the Panama Canal, he said.

    Whos up: Army South acts as a joint task force headquarters during contingencies, Julian said.

    Army South most recently served as the joint task force headquarters in Haiti, after the earthquake there in 2010.

    What they can do: The command continues to plan for contingencies, including mass migration, U.S. citizen evacuations abroad and natural disasters, Julian said.


    Source:Ocnus.net 2013
    http://www.ocnus.net/artman2/publish/Defence_Arms_13/United-States-Army-Global-Quick-Response-Forces.shtml


    Übrigens: Ein sehr passendes Emblem zu dieser Truppe. Das Gewehr ist nur zur Dekoration da. Der Blitz steht für die schiere Unmöglichkeit, selbst beim Blitzeinschlag vom Suff aufzuwachen. Das Desaster am 26. Dezember 2004 zeigte darüber hinaus, dass sogar ein gigantisches Erdbeben, das ein Energieäquivalent von Hunderten Millionen Hiroshima Bomben freisetzte, nicht imstande war, diese besoffene Truppe aus ihrem tiefen Schlaf wachzurütteln. Und der Totenschädel kann uns nur eins sagen: Wenn diese Truppe in Aktion tritt, sind diejenigen, die sie schützen sollen, längst tot oder liegen im Sterben.


    By the way: A very suitable emblem of this force. The gun is only for decoration. The flash stands for the utter impossibility to awake from boozing even when lightning. The disaster on 26. December 2004 has also shown that even a giant earthquake that unleashed energy equivalent of hundreds of millions of Hiroshima bombs, was unable to rouse these drunken troops from a deep sleep. And the skull can us only say one thing: If this force goes into action, are that ones who they should protect already dead or to be dying.


    Jerzy Chojnowski
    Chairman-GTVRG e.V.
    www.gtvrg.de




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    Donnerstag, 1. September 2016

    WAKE-UP AND CLARION CALL

    19. November 2007

    "Bureaucrats, by nature, rarely give off a creative spark." 
    (Nov. 15, 2007, WSJ - Wall Street Journal)
    "Schon von ihrer Natur her fehlt Bürokraten jeder kreative Funke."

    *

    Ex-Bundesinnenminister Otto Schily
    Amtierender Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble
    poststelle@bmi.bund.de

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
    Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance
    Präsident Christoph Unger
    Post: Postfach 18 67,
    53008 Bonn
    Provinzialstraße 93
    D - 53127 Bonn
    Germany
    christoph.unger@bbk.bund.de
    deNIS@bbk.bund.de
    www.bbk.bund.de
    Servicezeit:
    Mo. - Fr.: 08:00 - 15:30 Uhr (UTC+2)

    Schleswig-Holsteinisches Innenministerium
    Landesinnenminister Ralf Stegner
    Poststelle@im.landsh.de
    Amt für Katastrophenschutz
    katastrophenschutz-sh@im.landsh.de

    Hamburger Behörde für Inneres
    Senator Udo Nagel
    reinhard.fallak@bfi-a.hamburg.de
    presse@feuerwehr.hamburg.de

    Berliner Behörde für Inneres
    Berliner Senator für Inneres Dr. Ehrhart Körting
    andrea.sommer@seninn.verwalt-berlin.de

    Niedersachsens Ministerium für Inneres
    Innenminister Uwe Schünemann
    pressestelle@mi.niedersachsen.de

    Das Bayerische Staatsministerium des Innern
    Innenminister Joachim Herrmann
    presse@stmi.bayern.de

    Innenministerium Baden-Württemberg
    Innenminister Heribert Rech
    innenminister@im.bwl.de

    Innenministerium Nordrhein-Westfalen
    Innenminister Dr. Ingo Wolf
    poststelle@im.nrw.de

    Hessisches Innenministerium
    Staatsminister Volker Bouffier
    poststelle@hmdi.hessen.de

    Sächsisches Staatsministerium des Innern
    Staatsminister Dr. Albrecht Buttolo
    presse@smi.sachsen.de

    Saarländisches Ministerium für Inneres
    Minister für Inneres Klaus Meiser
    k.meiser@innen.saarland.de

    Bremer Behörden für Inneres
    Senator für Inneres Willi Lemke
    office@sk.bremen.de

    Innenministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern
    Innenministers Lorenz Caffier
    poststelle@im.mv-regierung.de

    Thüringer Innenministerium
    Thüringer Innenminister Dr. Karl Heinz Gasser
    presse@tim.thueringen.de

    Ministerium des Innern des Landes Brandenburg
    Innenminister Jörg Schönbohm
    poststelle@mi.brandenburg.de

    Sachsen-Anhalt Ministerium des Innern
    Innenminister Holger Hövelmann
    pressestelle@mi.lsa-net.de

    Rheinland-Pfälzisches Ministerium des Innern
    Minister des Innern Karl Peter Bruch
    rolf.becker@stk.rlp.de



    **
     
    Die ganze Misere des Katastrophenschutzes versetzt mich so in Empörung, in Wut und Erregung, dass ich meine innere Ruhe und meinen Seelenfrieden nur wiederfinden kann, indem ich folgende Schimpfkanonade loslasse. Die Angesprochenen fassen es bitte als Serie von Tritten in ihr durch Untätigkeit fett gewordenes Gesäß auf.

     = WECKRUF =
    an das
    deutsche,
    europäische
    und überseeische
    Katastrophendienstwirrwarr


    Alle auffallend denkunvermögenden Buchstabengelehrten im Bundesinnenministerium, darunter auch alle auf Sicherheit bedachte,
    staatlich anerkannte und geprüfte Pseudo-Katastrophenschützler und alle nicht einsatzbereite Reservetarzane des deutschen Katastrophenschutzes; alle denkfaule und kriminell untätige Zivilschutzbehörden-Nieten; alle durch 9/11 schwer traumatisierte und in den bemitleidenswerten Zustand eines unheilbaren PBVWS (Permanent-Bedrohung-Verfolgungs-Wahn-Syndroms)
    verfallene (dennoch im Bereich des Katastrophenschutzes gänzlich untätigen) Sicherheitsfanatiker, Tugendwächter, Sprücheklopfer, Moralprediger und Oberheuchler in Personalunion, die statt etwas Substanzielles zu tun lediglich immer wieder eine neue Sicherheitssau durchs Dorf jagen –
     
    seid gegrüßt!
     
    Seid gegrüßt! 
    All ihr übrigen lokalen Behördendeppen und schlafenden Bürohengste, in euren miefigen Amtsstuben verbarrikadierten Behördentrottel und deutsche Warndienstchaoten, selbstverständlich auch all ihr geistig unbeweglichen und verantwortungsscheuen Betonköpfe in euren luftdichten Katastrophenschutzbunkern ohne Fenster zur Außenwelt! Eurokraten mit und ohne Doktortitel und kaum bemerkbarer Gehirnmasse verantwortlich für europaweite Vernachlässigung des Katastrophenschutzes, der (ähnlich wie der Umweltschutz) in Versenkung an der tiefsten Stelle der Europäischen Unionstiefsee ruht!

    Aufwachen!
    552 deutsche Todesopfer
    des Tsunamis 2004 mahnen euch!

    Wacht auf!  
    Zeit für Kaffeepause!
    (und das Wort zum Totensonntag)

     
    Seid gegrüßt!
    All ihr Fachidioten mit dem unverkennbaren Tunnelblick! All ihr aufgeblasenen Rhetoriker mit eurem armseligen, pseudowissenschaftlichen, phrasendreschenden, inhalts- und bedeutungslosen Wichtigtuer-und-Stotterjargon eines Halbgebildeten! All ihr diplomierten Analphabeten mit akademischem Abschluss! All ihr hartnäckigsten Fälle intellektueller Abwesenheit im Staatsdienst! All ihr autorisierten, anerkannten und zertifizierten Dummköpfe des deutschen Katastrophendienstes mit eurem in die Leere starrenden Blick und in die virtuelle Realität der Bildschirme ohne wirklichen Realitätsbezug!
     

    Seid gegrüßt!
    All ihr habilitierten Gefahren-und-Risiko-Analysten mit eurem ganzheitlichen, ebenübergreifenden und interdisziplinierten Ansatz und euren Ansatzpunkten für moderne, Kirchenglocken zugewandte, vorsorgeorientierte nationale Mastergesamtkonzeptionspläne mit all euren Analysen potenzieller Verletzlichkeiten komplexer sozialer und technischer Systeme!
     

    Gegrüßt seien...
    all die konkreten Beiträger zur Gefahren- und Risikoreduzierung, die Aufgabenwahrnehmer, Präventierer, Integrierer, Flächendecker, Gefährdungserfasser, Möglichkeitenseher, Satellitenstützer, Mißverständnisbedaurer, Keinewarnungaussprecher, Vorhersagedienstler, Gefahrenabwehrüberprüfler, Unglückssimulierer, Reichweiten- und SatWaS-(SatellitenWarnSystem, oder vielleicht korrekterweise: SagWaS)-Beschränkler, kompetente und versierte Verknüpfler, sprich Berücksichtigler und Koordinierer fächerübergreifender internationaler Zusammenarbeit, technisch-wissenschaftliche Massenvernichtungserforscher, Extremnotfalleinbezieher, geschulte untätigkeitskonforme Ausbilder von Führungseierköpfen aller Verwaltungsebenen, Gemeinmeldekrisenmanager, praxistaugliche Referenzpunkteevaluierer, Zentralbehördenkoordienierer, gemeinsame Zivil-Militär-Polizei-Melde-und-Lagezentristen, Sichersteller der gemeinsamen katastrophenschutzrelevanten Bund-Land Krisenbewältigungs- und Willensstrategie, krisenerprobte Förderer der wirksamen Zusammenarbeit bei Katastropheneinsätzen im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens, rufbereite Lageanpasser und -bewältiger sowie bedrohungsgerechte z e i t k r i t i s c h e Schadensfall-Ressourcenmanager!
     

    Seid willkommen!
    All ihr auf einem Stapel von Schutzfibeln sitzenden Schwachköpfe, die Handlungsanweiser, freilich auch all ihr Leistungspotenzialsteigerer im Bevölkerungsschutz, Gefährdungskatasterer und Gefahrenkastrierer, Krisenabwehrplaner und fachübergreifende, kompetente Aufgabenerfüller von unwirksamen Schutzsystemen, darüber hinaus die Besetzer von bürokratensumpfgetränkten Melde- und Lagezentren!
     

    Seid uns herzlichst willkommen!
    Interministerielle Gruppenleiter mit eurer Generierung, Sicherstellung und kontinuierlichen Aktualisierung von flächendeckenden Lagebildern, all ihr Schadensprognosenqualifizierer und Gefahrenvalidierer, Vermittler von Engpassressourcen zur Gefahrenabwehr an die wo auch immer sich befindenden Bedarfsträger - all ihr Verbalisten und Verbalerotiker des Katastrophenfschutzes!
     

    Fühlt euch durch unseren Gruß besonders angesprochen!
    All ihr Berliner, Pullacher, Potsdamer, Wiesbadener und sonstige über das Bundesgebiet dicht verstreuten Klotzköpfe des Sprechstunden-Von-Bis-Katastrophenschutzes gestützt durch die vereinten Kräfte der begriffsstützigen, bummeligen und paralysierten Netzwerkler vom PENIS (PEnnerNotfall InformationsSystem), das eigentlich deNIS heißt und für DEutsches NotfallInformationsSystem stehen sollte – eine Mißgeburt behördlichen Analphabetismus im Informationszeitalter und ein rachitisches Ziehkind bürokratischer Borniertheit und fachlicher Impotenz, das seine Existenz, sprich sein Schattendasein – da ansonsten unbekannt und völlig nutzlos (außer für die BBK-Gehaltsbezieher zur Legitimierung ihres unterhaltsamen Zeitvertriebs) – lediglich im engsten Kreise dieser dilettantischen Tagesdiebe-DiMiDo-Unheilsstifter und Pfuscher fristet; im Kreise also dieser B l i t z m e r k e r und Marmeladepaladine staatlicher Fürsorgepflicht im Bereich des Bevölkerungsschutzes bei grenzüberschreitenden Katastrophen, die sich am 26. Dezember 2004 keinen einzigen Millimeter rührten, um ihre Landsleute zu warnen und ihnen zu helfen. Das sind die vorzeigbaren e f f i z i e n t e n Hilfeleistungsträger unseres Referenz-Rettungswesens bei großflächigen Schadensereignissen von nationaler und internationaler Bedeutung, integriert in die Bonner BBK-Kohorte der Stammtischfeldherren, Schmalspurakademiker, Spätzünder und Phlegmatiger, Blech- und Dummschwätzer, allesamt nur Phrasendrescher und Hasardeure in einer Stärke von 300 Blindgänger, die zusammen mit den anderen Legionen überbezahlter Schrumpfgermanen bei den unzähligen rund um die Uhr besetzten Lagezentren, Kommando- und Warndienstzentralen des AA, BKA, BND, BSH, der BMVg, MARINE und all den sonstigen scheinbar hochleistungsfähigen und engmaschigen Stellen des deutschen Sicherheitsnetzes, am 26. Dezember 2004 allesamt nicht einmal das Niveau von unterentwickeltem Kenia erreichten! 

    Aufwachen!
    552 deutsche Tsunami-Opfer rufen euch zu!!!
    Die meisten von ihnen hätten am 26. Dezember 2004
    von ihren Angehörigen oder Freunden per Telefon oder Handy direkt vor der bestehenden Lebensgefahr gewarnt werden können, wenn im deutschen Fernsehen und Rundfunk entsprechende Warnungen ausgestrahlt, und wenn die anderen aus dem Bett durch die heulenden Sirenen geholt worden wären – von verantwortlichen, verantwortungsvollen und pflichtbewussten Menschen. Die gibt es aber in Deutschland in den Schaltzentralen der Exekutive, der Sicherheitsbehörden und der Tourismusbranche NICHT!
     

    Deshalb gab es keine Warnungen.
    Von keiner Stelle, von niemandem, über kein Medium.


    Auch auf den für das Ausland bestimmten Nachrichtenkanälen: über Deutschlandfunk und die Deutsche Welle, die in Thailand ein jedes ordentliche Hotel empfangen kann.

    Und so saßen viele in Deutschland am zweiten Weihnachtstag zur späten Stunde gegen 2 Uhr noch vor dem Fernseher oder am Radio und genossen ahnungslos im Familien- oder Freundeskreis
    das weihnachtliche Unterhaltungsprogramm, als der Erdball in der Hauptbebenphase über 8 Minuten lang durch ein gigantisches Beben, das zweitstärkste überhaupt registrierte und das stärkste seit 40 Jahren, erzitterte. Das Seebeben riss die Erdkruste auf über 1200 km auf, verschob die Erdachse, Inseln und Kontinente und setzte beim Bruchvorgang Energie von Zigtausendfachen der Explosionskraft der Hiroshimabombe frei, um schließlich einen katastrophalen Tsunami auszulösen,
    der 300 000 Menschenleben raubte. Dennoch blieben alle Telefone und Handys stumm, weil nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Bundesbürger in ihrer technisch angeblich so hochentwickelten Heimat auch nicht gewarnt wurden.
    Und so dachten wir alle in den Urlaubsländern am Indischen Ozean, die die Deutsche Welle am Morgen des zweiten Weihnachtstages einschalteten, dass außer guter Wetterprognose für die nächsten Tage
    nichts anderes von Wichtigkeit wäre.

    Und dass uns selbstverständlich nichts drohe, weil - dachten wir alle - all die geballte milliardenteure Technik, mit der wir den Erdball lückenlos und kontinuierlich überwachen, selbstverständlich zum Wohle der Menschheit, zum Schutz des Bürgers und Steuerzahlers da sei. Und dass der verantwortungsvolle Staatsmann, Wissenschaftler, Marinekapitän, Tourismusmanager, Diensthabende beim Sicherheits- oder Warndienst seine Fürsorgepflicht für die wehr- und ahnungslosen Menschen in tödlicher Gefahr tun werde.

    Ein tödlicher Irrtum.

    Jetzt wissen wir, wem wir das zu verdanken haben.
    All diese Versager haben sich jetzt in ihre Löcher verkrochen, verschweigen ihr Versagen vor der Öffentlichkeit und drücken sich vor Verantwortung und Konsequenzen: Politiker, Behörden, Sicherheits- und Warndienste, Wissenschaftler, Tourismusbranche, das Militär, allen voran die Marine mit ihren bummeligen Freizeitkapitänen im Indischen Ozean.

    Nun wissen wir auch, wie der deutsche sog. Katastrophenschutz f u n k t i o n i e r t: nur auf dem geduldigen von einigen Schwachköpfen bedrucktem Papier, was aber keine dumme verantwortliche Sau in dieser Bananenrepublik weiter kümmert.

    Standort Deutscher Deppenwald im Bürokratensumpf. 
    Bitte nicht vergessen!
    Das erklärt einiges.

    GOTT SCHÜTZE UNS VOR DER PEST, CHOLERA,
    VOR DEM DEUTSCHEN KATASTROPHENSCHUTZ
    UND DER DEUTSCHEN KATASTROPHENHILFE!
    GOD SAVE US FROM PEST, CHOLERA AND FROM GERMAN CIVIL PROTECTION AND DISASTER ASSISTANCE!
     
    Jerzy Chojnowski
    Chairman-GTVRG e.V.
    www.gtvrg.de

    PS. In Deutschland wird seit langem und ohne Ende nachgedacht über ein angemessenes öffentliches Warnsystem für den Katastrophenfall. Dass es nicht schon längst ein einheitliches System gibt und in ein paar Jahren auch nicht geben wird, dass die Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder wegen Kompetenzwirrrwarr und Konkurenzdenken selbst nicht genau wissen (und nicht wissen wollen) wer, wann und wofür zuständig sei, ist ein Skandal. Denn wie viele Spezialisten auf diesem Gebiet leben gesichert mit üppigen, vom Steuerzahler finanzierten Gehältern? Sie sind alle komplett nutzlos und unproduktiv und behindern sich nur gegenseitig. Im Ernstfall erweisen sich diese Kaffeepause-und-Feierabend-Sicherheitsbehörden als nicht dienstbereit und nicht diensttauglich, sie kooperieren nicht miteinander, werfen sich gegenseitig Inkompetenz und mangelnden Sachverstand vor - das ganze als öffentliche Schlammschlacht. Nach meiner Beobachtung wollen diese Leute auch gar keine effiziente Regelung. Sie verteidigen lediglich ihre Pfründen und ihre Besitzstände. Würden endlich geeignete Maßnahmen ergriffen, und würden nicht nur europaweite, sondern noch besser, im Verbund mit den Amerikanern weltweit standardisierte Warnroutinen eingeführt werden,
    könnte man fast alle von diesen Nichtsnutzen zum Arbeitsamt schicken.

    Wir begrüßen zwar, dass Lernbehinderte ins Berufsleben geschleust werden. Aber müssen die denn alle Beamtenposten bei den Sicherheitsdiensten besetzen, wo man immer hellwach bleiben und wo aus Katastrophen und Versagen gelernt werden muss?

    Beim Tsunami am Weihnachten 2004 wurde bei uns NICHTS getan. Zwei, drei Seismologen hätten nach dem weltweit gemessenen und lokalisierten Seebeben vor Sumatra Alarm schlagen können. Es war von hier aus möglich festzustellen, dass es die Tsunami-Wellen ausgelöst hatte. Neben der über 1200 km langen Bebenzone gab es nicht nur Sumatra mit seinen vorgelagerten und zuallererst vom Tsunami getroffenen Inseln, sondern auch gab es ein Gewirr von 300 Inseln der Nicobaren und Andamanen, an deren Küsten das destruktive Wirken der Welle an diesem sonnenklaren Tag tausendmal auf den Satellitenbildern hätte festgestellt werden können. Eine halbe Stunde nach dem Seebeben lagen die Küsten Sumatras in Trümmern und mit 200 000 Toten unter Wasser und Schlamm. Es bestand also leicht feststellbare akute Tsunamigefahr für alle Festlandküsten der Region. Es wäre reichlich Zeit zum Warnen gewesen. Auf allen Kanälen! Zwei bis zwei und einhalb Stunden lagen zwischen dem Megabeben und dem Auftreffen der ersten Tsunami-Welle auf den Touristenstränden Thailands. Hätten bei uns die Sirenen geheult und hätten hier Radio und Fernsehen vor der Gefahr für die Urlauberküsten am Indischen Ozean gewarnt, dann wären Tausende von deutschen Touristen per Mobilfunktelefon am Strand gewarnt worden. Und hätten Flugzeuge des Sanitätsdienstes unserer milliardenteuren, und dennoch völlig nutzlosen Bundeswehr umgehend abgehoben, hätte kein Bundesbürger oder ausländischer Tourist an Blutvergiftung sterben oder amputiert werden müssen.

    In einem Satz zusammengefasst:
     


    Das Tsunami-Desaster 2004 war keine Naturkatastrophe. Der Mensch war’s und wurde als Täter von uns, den Opfern dieser Katastrophe, längst überführt: Ein kriminelles, unentschuldbares, kollektives Versagen soweit das Auge reicht, und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
    A crime against humanity.

     
    Näheres unter:
     www.gtvrg.de

    ***

    ANLAGEN
     
    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
    Notfallplanung und Notfallvorsorge

    "Ausgangspunkt für eine moderne, vorsorgeorientierte nationale Gesamtkonzeption (Master-Plan) zum Schutz der Gesellschaft müssen Gefahren- und Risikoanalysen mit einem ganzheitlichen, d.h. ebenenübergreifenden und interdisziplinären Ansatz sein. In einem weiteren Schritt folgen Analysen der potenziellen Verletzlichkeiten komplexer sozialer und technischer Systeme. Diese Analysen und die Umsetzung der daraus gewonnenen Erkenntnisse leisten bereits einen konkreten Beitrag zur Prävention und Risikoreduzierung.

    Für den Fall außergewöhnlicher Gefahren- und Schadenlagen müssen in Deutschland neben regionalen und landesweiten auch nationale Risikoanalysen durchgeführt werden. Hierzu sollen für Deutschland standardisierte und edv-gestützte Routinen entwickelt werden, die zuverlässig und schnell angewendet werden können und eine kontinuierliche Aktualisierung der Gesamtlage sicherstellen. Die flächendeckende nationale Vorsorgeplanung soll dadurch wesentlich verbessert werden.

    In diesem Bereich sind primär folgende Aufgaben zu erfüllen:

    Kontinuierliche Evaluierung des integrierten deutschen Bevölkerungsschutzsystems (u.a. Entwicklung eines praxistauglichen Referenzsystems, Entwicklung eines langfristig fortschreibbaren systematischen Ansatzes)" usw. etc.

    (...)

    *********
     (DIE ZEIT - 31. Oktober 2007)

    Aufwachen!
    Von Max Rauner

    Nach dem Kalten Krieg wurden die Sirenen abgebaut.
    Wie warnt man jetzt die Deutschen im Katastrophenfall?

    Heute ist ein besonderer Tag für Thomas Bendixen: Probealarm, die Presse kommt. Normalerweise würde er um diese Uhrzeit im Referat für Katastrophenschutz der Hamburger Innenbehörde am Schreibtisch sitzen; an diesem Vormittag aber steht er vor einem ehemaligen Asylbewerberheim in Elbnähe. Das hat eine neue Sirene auf dem Dach. Man wolle die Hamburger Bevölkerung für das Signal sensibilisieren und auf den Beginn der Sturmflutsaison hinweisen, sagt Bendixen. »Welches Signal warnt die Anwohner vor der Sturmflut?«, fragt eine Reporterin. »Eine Minute Dauerton ohne Unterbrechung«, sagt Bendixen. Jetzt könnte man bereits irritiert sein: Wer die MP3-Datei auf der Webseite der Innenbehörde anklickt, hört drei Dauertöne, je 15 Sekunden lang. Um Viertel nach zehn ist es so weit, die Sirene springt an. Vom Dach tönt weder der Dauerton noch der Dreierton, sondern ein auf- und abschwellender Heulton, früher als Fliegeralarm bekannt. Bendixen bleibt cool: »Das lasse ich reparieren.«

    Man könnte sich über das Hamburger Sirenenchaos lustig machen, wäre die Situation nicht so ernst: In Deutschland fehlt ein Alarmsystem, das die Menschen bei Gefahr im Verzug aus ihren Betten holt. Nur die Anwohner im Hamburger Hafen dürfen froh sein, dass sie im Ernstfall überhaupt einen Ton hören, auch wenn die wenigsten wissen, was er bedeutet (Sturmflutgefahr, bitte Radio einschalten). Im Rest der Stadt sind die Sirenen längst abgebaut. Wie fast überall in Deutschland. Wenn hierzulande Gefahr durch ein nächtliches Hochwasser droht, durch einen Terroranschlag oder ein zweites Tschernobyl, würde die Bevölkerung glatt verschlafen. Es fehlt ein Wecksignal, das die Menschen dazu bringt, das Radio einzuschalten, wo etwa dazu aufgerufen wird, die Fenster zu schließen oder das Erdgeschoss zu räumen. Dabei gibt es längst gute Ideen für einen Deutschland-Weckruf, der sogar besser wäre als die Sirenen. Doch die Behörden sind planlos.

    Der Vorteil von Sirenen: Sie sind laut. Früher gab es sie in jedem Dorf, insgesamt rund 100.000 in Ost- und Westdeutschland. Die Regierungen konnten landesweit ABC-Alarm auslösen, ein paar mal im Jahr heulte der Probealarm. Auch die Feuerwehren alarmierten so die Mannschaften, bevor sie vielerorts auf Funkempfänger umstiegen. Ansonsten blieb es ruhig. Kein Angriff mit Chemiewaffen, kein Bioterror, kein Atomkrieg.

    Nach dem Ende des Kalten Krieges schenkte die Bundesregierung die Sirenen den Gemeinden und Städten. Die meisten bauten sie ab. Zu teuer.Seitdem hat Deutschland ein Problem. Wie würde zum Beispiel Berlin die Bevölkerung alarmieren, wenn Terroristen nachts eine schmutzige Bombe mit radioaktiven Partikeln zündeten? »Das ist ne wirklich gute Frage«, sagt ein Katastrophenschützer in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres. Auch hier sind die Sirenen längst weg. Seine Antwort: mit Lautsprecherwagen von Polizei und Feuerwehr. Aber es würde Stunden dauern, ganz Berlin auf diese Weise zu alarmieren.

    Dieses Problem der »letzten Meile« ist besser bekannt aus Ländern wie Indonesien, die Urlauber und Einwohner vor einem anrollenden Tsunami warnen wollen, aber am Strand – der letzten Meile, die das Volk von der Katastrophenwarnung trennt – keine Lautsprecher installiert haben. Das ist keineswegs nur ein Problem von Entwicklungsländern. In Deutschland ist überall letzte Meile. Zwar dämmerte den Politikern nach dem 11. September 2001 und dem Elbehochwasser 2002, dass der Abbau der Sirenen wohl doch keine so gute Idee war. Doch getan hat sich wenig. Im Arbeitskreis fünf diskutiert die Innenministerkonferenz über ein neues Warnsystem – seit sechs Jahren.

    Dabei ist das Problem längst erkannt. »Es muss dringend etwas geschehen«, sagt Axel Dechamps, oberster Katastrophenschützer in der Berliner Innenbehörde und Vorsitzender des Arbeitskreises fünf. Aber niemand will ein neues Warnsystem bezahlen. Die Bundesländer sind zuständig für Katastrophen in Friedenszeiten, die Bundesregierung ist zuständig für die Warnung der Bevölkerung im Krieg. »Da fängt das Gehacke an«, sagt der Katastrophenforscher Willi Streitz von der Universität Kiel. Statt zügig ein gemeinsames Alarmsystem aufzubauen, schieben sich beide Seiten den Schwarzen Peter zu.

    Die Bundesregierung war in den vergangenen Jahren nicht untätig. Sie schuf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). 300 Mitarbeiter bezogen einen fünfstöckigen Kasten in Bonn-Lengsdorf, ein paar von ihnen bauten in der oberen Etage die Warnzentrale und das Satellitengestützte Warnsystem (SatWas) auf. Die Warnzentrale ist ein enger Raum, vollgestellt mit Computern; nebenan ist eine kleine Küche, falls der Krieg länger dauert. Ralph Tiesler ist hier der Chef, Krieg heißt bei ihm »V-Fall«, V wie Verteidigung, und den Computerraum nennt er »die zweite Meile«.

    Als die »erste Meile« bezeichnen Katastrophenschützer die Gefahrenerkennung. Das Sensornetz zum Beispiel, das plötzlich eine erhöhte Radioaktivität meldet, oder das Radar der Bundeswehr, das eine anfliegende Rakete entdeckt. Die zweite Meile ist die Benachrichtigung der Behörden und der Medien. Dafür gibt es jetzt also SatWas, und darauf sind sie am BBK besonders stolz.

    Tiesler kann innerhalb weniger Minuten eine Eilmeldung der Kategorie »Blitz« an Presseagenturen, Radio- und Fernsehsender herausgeben, wenn der Bundesinnenminister es anordnet. Die Moderatoren müssen das Programm dann sofort unterbrechen und die Katastrophenmeldung im Wortlaut verlesen. »Blitz« gibt es sonst nur, wenn zum Beispiel der Papst stirbt oder jemand auf den Bundeskanzler schießt.

    SatWas funktioniert prima. Für die ersten beiden Meilen braucht die Katastrophenmeldung nur ein paar Minuten. Dann jedoch beginnt die dritte und letzte symbolische Meile. Nachts besteht sie nur aus wenigen Metern: vom stummen Radio zum schlafenden Bürger.Das BBK hat vor vier Jahren einen Feldversuch mit Funkuhren abgeschlossen, um die Nachttisch-Kopfkissen-Distanz zu überbrücken. Alle Funkuhren, ob im Schlafzimmer oder am Handgelenk, werden mit einem Langwellensignal von einem Sendemast bei Frankfurt angesteuert. Auf der Frequenz ist noch Platz für einen Alarmcode. Ein Mikrochip in der Funkuhr könnte diesen Code empfangen und Alarm auslösen, auch regional begrenzt, falls die Chips einen Postleitzahlencode haben. Wenn also die Funkuhr zu ungewohnter Zeit piept, weiß der Besitzer, sofern er die Gebrauchsanweisung gelesen hat: Radio anschalten und Durchsagen abwarten.

    Im Test funktionierte das ferngesteuerte Weckkonzert zuverlässig. Nur einige funkuhrengesteuerte Ampeln in München und Wettersensoren an der Küste gerieten durch den Warncode ins Schlingern – ein Softwareproblem. BBK-Chef Christoph Unger würde den Funkuhren-Chip nun am liebsten in Rauchmelder einbauen lassen, die in einigen Bundesländern Pflicht sind. Auch das Innenministerium, die Aufsichtsbehörde des BBK, favorisiert diese Lösung – sie ist am billigsten. Die Brandmelder mit Funkalarm sollen ein paar Euro kosten, bezahlt vom Bürger. Die Behörden müssten nur 200.000 Euro im Jahr für die Miete des Funksenders beisteuern, viel weniger als die 130 Millionen Euro, die Ralph Tiesler für ein neues Sirenennetz veranschlagt. Der Nachteil: Bis Rauchmelder mit Funkempfänger überall gesetzlich vorgeschrieben und dann auch noch in allen Altbauten installiert sind, würden Jahre vergehen. Hamburgs oberster Katastrophenschützer Peer Rechenbach gibt außerdem zu bedenken, dass die Bürger den Alarmton verwechseln könnten und womöglich aus Angst vor einem Feuer »nach draußen rennen, wo gerade die Sturmflut über die Deiche schwappt«. Man müsste die Menschen trainieren.

    »Wir brauchen eine Warnkultur«, sagt Katastrophenforscher Streitz, »ein Bewusstsein dafür, wie es nach der Warnung weitergeht.« Besser wäre es, mit dem Alarm gleich eine Textmeldung zu verschicken, sodass jeder weiß, was los ist. Die Niederlande experimentieren mit einer Art Massen-SMS, Cell Broadcast genannt. Dabei senden Mobilfunkmasten eine SMS an alle Handys im Umkreis, ähnlich wie ein Radiosignal. Die Technik verhindert, dass die Netze unter der Last Hunderttausender Einzel-SMS zusammenbrechen, wie es häufig während großer Katastrophen passiert. Damit Cell Broadcast funktioniert, muss das Handy freilich auch nachts eingeschaltet sein – »eine Frage der Erziehung«, meint Frank Harvik vom niederländischen Amt für Katastrophenschutz. Die Handyhersteller müssen sich noch auf eine Übertragungsnorm einigen. Mitte Dezember soll die Entscheidung fallen, ob die Niederlande mit diesem System allmählich ihre Sirenen ersetzen.

    Das interessanteste, aber auch teuerste Wecksystem stammt von der Flensburger Firma 2wcom. Es nutzt das Radio Data System (RDS), ein Signal, das mit dem Radioprogramm auf UKW ausgesendet wird. Dank RDS zeigen Radios im Display den eingestellten Sender an. 2wcom hat einen Radiowecker gebaut, der über RDS eine Warnmeldung empfangen kann und Alarm auslöst, auch wenn das Gerät gerade ausgeschaltet ist. »Giftwolke über Mannheim, halten Sie Fenster geschlossen«, würde dann beispielsweise auf dem Display stehen, begleitet von einem durchdringenden Fiepen. In Schweden haben die Behörden 50000 solcher Wecker an die Haushalte in der Nähe der Kernkraftwerke verschenkt, in Indonesien hat 2wcom inzwischen drei Pilotregionen mit RDS-Sendern bestückt und den Wecker an Krankenhäuser, Bürgermeister, den Gouverneur, die Polizei und den Hafenmeister verteilt. In Schleswig-Holstein stehen neuerdings 40 Katastrophenradios bei der Feuerwehr, den Landkreisen, dem Katastrophenschutz und sogar auf dem Schreibtisch von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Ende November wird das System getestet.

    Der Radiowecker kostet 50 Euro bei Stückzahlen um 100.000, doch selbst wenn der Preis bei höherer Auflage »in die Knie geht«, wie Vertriebsmann Jens-Peter Polleit verspricht, wird kaum jemand allen Haushalten in Deutschland den Wecker schenken wollen. Zumal die Technik nicht mehr funktioniert, sollte der analoge Rundfunk eines Tages durch Digitalradio ersetzt werden. Also wird weiter improvisiert. Der Bund sehe nach dem Aufbau von SatWas für sich »keinen weiteren Handlungsbedarf«, heißt es in einem Bericht des Bundesrats. Die meisten Länder wiederum wünschen sich die Sirenen zurück, wollen sie aber nicht bezahlen. Ein Ende der Diskussion ist nicht in Sicht, nur eine Katastrophe könnte den Prozess beschleunigen.

    Bis dahin regiert das Chaos. Augsburg, traumatisiert vom Pfingsthochwasser 1999, hat in diesem Jahr wieder Sirenen in Betrieb genommen und empfiehlt seinen Bürgern, sich zusätzlich von einer Privatfirma per Festnetz alarmieren zu lassen. Die Stadt Grimma hat sechs Sirenen installiert und will Anwohner außerdem per SMS warnen. Düsseldorf hat neue Sirenen und schickt Anwohner mit dem Fliegeralarm ans Radio. Im Umkreis der Frankfurter Chemieindustrie bedeutet der gleiche Ton Gefahr durch giftige Gase. In Saarbrücken sollen die Einwohner das Radio einschalten, wenn sie einen einminütigen Dauerton hören, der in Düsseldorf, Augsburg und Grimma wiederum Entwarnung bedeutet.

    Und wenn ein Atomkraftwerk in der Nähe von Hamburg explodiert? »Dann ziehen wir alle Register«, sagt Thomas Bendixen von der Innenbehörde, »zur Not auch die Kirchenglocken.«

    http://images.zeit.de/text/2007/45/T-Warnsysteme


    © Zeit online

    ***
    Eingestellt von Jerzy Chojnowski Chairman-GTVRG e.V. um 17:11 Keine Kommentare:
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